Tiszavidék


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SZEGEDIN

Allgemeine Daten

Gebiet: 281 km²

 Bevölkerung: 170 285

 Bevölkerungsdichte: 603,96 /km² 

Partnerstädte: Cambridge (UK), Darmstadt (Deutschland), Jerusalájim (Israel), Kotor (Crna Gora), Larnaca (Zypern), Łódz (Polen), Marosvásárhely (Târgu Mureş,Rumänien), Nizza (Nice, Frankreich), Odesza (Ukraine), Parma (Italien), Pula (Kroatien), Rahó (Rahiv, Ukraine), Rotterdam (Niederlanden), Szabadka (Subotica, Serbien), Temesvár (Timişoara, Rumänien), Toledo (USA), Turku (Finnland), Weinan (China), Csíkszereda (Miercurea Ciuc, Rumänien) Székelyhíd (Săcueni, Rumänien), Cincinnati (USA), Létavértes, Győr und Pécs (Ungarn)

 

Wappen

 

 

Geschichte

 

Auf der Theiß-Insel befand sich im 2. Jahrhundert eine römische Handelsniederlassung, und die Grundrisse der mittelalterlichen Burg zu Szeged. Zur Zeit der Árpáden diente diese vermutlich mächtige Festung dem Schutz der königlichen Salzmagazine. Szeged als das Zentrum des ungarischen Salztransportes wurde 1183 urkundlich erwähnt. Die Tataren zündeten die Stadt an, doch wurde sie unter König Béla IV. wieder aufgebaut. Damals erhielt sie auch die Privilege einer königlichen freien Stadt. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde die Burg von Szeged ein Ausgangspunkt der Feldzüge gegen die Türken (zum Beispiel: 1444, 1456). 1498 wurde Szeged zur Königlichen Stadt erhoben. 1543 begann dann auchfür Szeged die türkische Herrschaft, die 143 Jahre dauerte. Mehrheit der Bürger floh nordwärts nach Debrecen, Kassa und Nagyszombat. Im Oktober 1686 eroberte die kaiserlichen und königlichen Truppen die Burg. Im Jahre 173 wurde die Stadt erstmal vermessen. Zur Zeit hat Szeged aus drei Stadtteilen bestanden: die Stadtmitte, die Untere Stadt (Alsóváros), die Obere Stadt (Felsőváros). Nach der Vertreibung der Türken spielte die Burg als Grenzfeste und Basis der Feldzüge gegen das Osmanische Reich weiterhin eine wichtige strategische Rolle. Das nach dem Rückzug der Türken entstandene ethnische Vakuum ermöglichte die Ansiedlung vieler neuer Elemente und unterschiedlicher Völker. Unbilden der Natur verschärften die Gegensätze zwischen den neuen Siedlern und den alteingesessenen Bewohnern. So kam es 1728 zu dem berühmt-berüchtigten Hexenprozeß von Szeged. Die Asche der 13 Hingerichteten wurde in die Theiß geschüttet. Der Hexenprozeß hatte jedoch mehr Opfer. Da einige von den Angeklagten im Gefängnis starben.

            Die Kunde von den Ereignisse des 15. März 1848 erreichte schnell Szeged. Sehr viele Einwohner schlossen sich freiwillig dem Unabhängigkeitskampf an. Lajos Kossuth hielt im Oktober 1848 eine Rede und ordnete die Freilassung der in der Burg gefangenen mehreren hundert Italienren an. Im Sommer wurde Szeged für kurze Zeit sogar Landeshauptstadt, Sitz der Regierung und der Nationalversammlung. Am 14. Juli 1849. unterzeichneten im Zsótér-Haus Lajos Kossuth und der rumänischer Politiker Nicolae Bâlcescu jenen Aussöhnungsplan, der als Grundlage eines Zusammenschlusses der Völker im Donaubecken hätte dienen können.

            Jahrhunderte hindurch bedrohten die Hochwasserfluten der Theiß die Stadt. Am 5. März 1879 nördlich von Szeged den Damm durchbrach und ein riesiges Gebiet überschwemmte. Das Leben der Bweohner retteten die Burgschanzen und die Soldaten unter General Pulcz, die mit Kähnen die auf Bäume und Dächer geflüchteten Bürger in Sicherheit brachten.

            Der Katastrope folgte ein beispiellos schneller Wiederaufbau, den leitete der königliche Kommissar Lajos Tisza, die Pläne wurden nach westlichen Vorbildern von Bauingenieuren unter Leitung des namhaften Architekten Lajos Lechner entworfen.

            Nach dem Hochwasser legten die Bürger von Szeged ein Gelübde ab: Sollte ihre Stadt wieder aufgebaut werden, so wollten sie ein großes Gotteshaus errichten. Der Grundstein wurde 1914 gelegt, vollendet wurde der Dom Unsere Liebe Frau von Ungarn im Jahre 1930. Er ist die viertgrößte Kirche in Ungarn und die einzige Kathedrale, die in Ungarn im 20. Jahrhundert errichtet wurde. Auf dem Domplatz finden seit 1931 alljährlich die Szegediner Freilichtspiele statt.

Um die Jahrhundertwende begann ein schneller Aufschwung auf allen Gebieten. Handel und Gewerbe blühten auf, Schulen wurden gebaut, neue Ämter und Institutionen etablierten sich. 1921 wurde die Universität Kolozsvár (Klausenburg), 1923 bzw. 1931 der Bischofssitz desBistums Csanád aus Temesvár, 1928 die Pädagogische Hochschule Pest nach Szeged verlegt.

            Die Studenten der Universität haben an der Revolution 1956 aktiv beteiligt. In den 1960er Jahren wurden zahlreiche neue Wohnungen gebaut. Am 15. April 1973. wurden vier in der Gegend um Szeged liegende Siedlungen (Tápé, Gyála, Kiskondorozsma, Szőreg) zur Stadt Szeged angegliedert. Seit 1996 hat das Haus der Mindreheiten von Szeged fungiert.